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3D-Druck technischer Keramik: präzise Bauteile nach Maß

Mit Keramik-3D-Druck per Stereolithografie (DLP) fertigen wir sehr präzise Bauteile aus technischer Keramik – mit großer Gestaltungsfreiheit und in einer Qualität, die konventionell gefertigten Keramikteilen in nichts nachsteht. Wir liefern Ihnen fertige Teile und lösen Ihr Keramikproblem, vom Prototyp bis zur mittleren Serie.

Unser Verfahren: additive Fertigung technischer Keramik

Für den 3D-Druck technischer Keramik setzen wir Stereolithografie-Technologie von Admatec ein. Damit fertigen wir auch komplexe Keramikgeometrien präzise, effizient und wirtschaftlich. Laden Sie Ihr CAD-Modell in unser Online-Preistool hoch – Sie erhalten sofort ein Angebot.

Vom Keramikschlicker zum dichten Keramikbauteil

Ausgangsmaterial ist ein Schlicker aus lichtempfindlichem Harz und hochreinem Keramikpulver. Per Digital Light Processing (DLP), einer speziellen Form der UV-Belichtung, wird er Schicht für Schicht gezielt ausgehärtet. So entsteht der sogenannte Grünling: Keramikpartikel, eingebettet in eine Polymermatrix.

Dieser Verbund durchläuft anschließend eine kontrollierte Wärmebehandlung. Zuerst wird beim Entbindern das Polymer entfernt, danach wird das Bauteil bei über 1600 °C gesintert. Erst dann hat es seine endgültigen Eigenschaften: vollständig dichte Hochleistungskeramik mit hoher mechanischer Festigkeit und chemischer Beständigkeit.

Infografik zum ADMAFLEX-Verfahren von Admatec (englisch beschriftet): Keramikpulver und lichtempfindliches Harz mischen, Bauteil Schicht für Schicht per Projektion aushärten, danach im Ofen entbindern und dicht sintern

Vorteile des Keramik-3D-Drucks

Große Gestaltungsfreiheit für komplexe Geometrien

Im Keramik-3D-Druck entstehen filigrane Geometrien und feine Strukturen, die mit klassischen Verfahren wie Fräsen, Schleifen, Pressen oder Spritzgießen nicht herstellbar sind. Komplexe, leichte Formen wie knochenähnliche Gitterstrukturen (Scaffolds), dünnwandige Tiegel mit Wandstärken ab 0,3 mm oder verzweigte innere Kanäle und Düsen lassen sich gut umsetzen.

Gewinde ab M2 drucken wir direkt mit. Für Gewinde mit höheren Anforderungen an Genauigkeit und Belastbarkeit empfehlen wir das anschließende CNC-Schleifen.

Hochreine Werkstoffe, auch nach Maß

Standardmäßig verarbeiten wir hochreines Aluminiumoxid (Al₂O₃) mit 99,9 % Reinheit und mit 3 mol% Yttriumoxid stabilisiertes Zirkonoxid (ZrO₂) (YSZ). Außerdem bieten wir angepasste Mischungen wie zirkonoxidverstärktes Aluminiumoxid ZTA an, standardmäßig als ZTA-5%-ZrO₂ und ZTA-15%-ZrO₂. So stimmen wir den Werkstoff auf die Anforderungen Ihrer Anwendung ab.

Präzision und Maßhaltigkeit

Unsere DLP-Technologie arbeitet mit einer nativen Pixelauflösung von 50 µm. Daraus ergeben sich Maßtoleranzen von ±1,5 % (mindestens ±0,15 mm). Begrenzt wird die Genauigkeit vor allem durch Verzug infolge der Schwindung beim Sintern. Ist noch mehr Präzision gefragt, bearbeiten wir ausgewählte Funktionsflächen durch CNC-Schleifen nach – mit Toleranzen bis ±5 µm.

Vollständig dichte, gasdichte Bauteile

Trotz einer linearen Schwindung von etwa 30 % beim Sintern erreichen unsere 3D-gedruckten Keramikbauteile bis zu 99,4 % der theoretischen Dichte. Damit sind sie vollständig dicht, gasdicht und für anspruchsvolle industrielle Anwendungen geeignet.

Festigkeit wie bei konventionell bearbeiteter Keramik

Die mechanische Festigkeit unserer 3D-gedruckten Keramik reicht nahe an die von konventionell bearbeiteter Keramik heran. Die Festigkeit von Keramik ist grundsätzlich statistisch verteilt und hängt von Fehlstellen im Gefüge ab. Beim schichtweisen Aufbau ist die Wahrscheinlichkeit für Unregelmäßigkeiten im Gefüge etwas höher als bei gepresster und bearbeiteter Keramik. Für die meisten Anwendungen ist der Unterschied in der Festigkeit jedoch gering.

Wird Ihr Bauteil mechanisch stark belastet, sprechen Sie mit unserem Engineering-Team. Wir schlagen Ihnen Alternativen vor, etwa einen zäheren Werkstoff wie Zirkonoxid (ZrO₂) oder eine Konstruktion, die Zugspannungen verringert: Keramik hält Druckspannungen typischerweise bis zu 10-mal besser stand als Zugspannungen.

Sehr gute Oberflächengüte

Je nach Ausrichtung beim Druck erreichen die Oberflächen typischerweise eine Rauheit von Ra 0,6–1,2 µm. Sind glattere Oberflächen gefragt, bieten wir CNC-Schleifen und Polieren an – bis zu spiegelpolierten Flächen mit Ra = 0,01 µm.

Wirtschaftlich bei kleinen, komplexen Bauteilen

Die Kosten im Keramik-3D-Druck wachsen mit dem Volumen, also mit der dritten Potenz der Bauteilabmessungen. Große Bauteile werden dadurch überproportional teuer. Bei kleinen, filigranen Teilen ist das Verfahren dagegen besonders wirtschaftlich: Bei kleinen Geometrien kann der Stückpreis sogar unter dem von Keramikspritzguss liegen.

Mit unserem Online-Preistool sehen Sie schnell, ob der Keramik-3D-Druck die beste Lösung für Ihr Projekt ist.

Konstruktionsrichtlinien für den Keramik-3D-Druck

DarstellungEigenschaft / AnforderungWert
Skizze: maximale Bauteilabmessungen in X-, Y- und Z-Richtung (Bauraum)Bauraum (max. Bauteilgröße)X: 74 mm / Y: 41 mm / Z: 80 mm
Skizze: Bauteil mit gebogenem Innenkanal, Pfeile markieren den kleinsten druckbaren KanaldurchmesserKleinster druckbarer Kanal (Durchmesser)1 mm
Skizze: kurze, gerade Bohrung in einem dünnwandigen Bereich, Pfeile markieren den kleinsten druckbaren DurchmesserKleinste druckbare Bohrung in dünnwandigen Bereichen0,1 mm
Skizze: Bauteil mit Pfeilen an der maximalen WandstärkeMaximale Wandstärke10 mm
Skizze: dünne, freistehende Wand ohne Stützstruktur, Pfeile markieren die minimale WandstärkeMinimale Wandstärke (freistehende Wand)0,5 mm
Skizze: senkrecht gedrucktes Rohr, Pfeile markieren die minimale Wandstärke einer selbsttragenden WandMinimale Wandstärke (selbsttragend, z. B. Rohr)0,3 mm
Skizze: Bauteil mit gestrichelten Pfeilen an der Wand für den optimalen WandstärkenbereichOptimale Wandstärke1–3 mm
Skizze: einseitig freier Überhang ohne Stützstruktur, Pfeile markieren die maximale ÜberhanglängeFreier Überhang, einseitig (ohne Stützstruktur)bis 2 mm
Skizze: beidseitig aufliegende, freie Überbrückung ohne Stützstruktur, Pfeile markieren die maximale SpannweiteFreie Überbrückung, beidseitig aufliegend (ohne Stützstruktur)bis 3 mm
Skizze: schräger Überhang ohne Stützstruktur, ein Bogenpfeil markiert den maximalen ÜberhangwinkelMaximaler Überhangwinkel (ohne Stützstruktur)70°
Skizze: zwei benachbarte Zylinder, Pfeile markieren den Mindestabstand zwischen FormelementenMindestabstand zwischen Formelementen2 mm
Skizze: Messschieber über einem gedruckten Zylinder als Symbol für die AllgemeintoleranzAllgemeintoleranz±1,5 % (mindestens ±0,15 mm)
Skizze: Messschieber misst den Durchmesser einer gedruckten Bohrung (Bohrungstoleranz)Bohrungstoleranz±0,050 mm
Skizze: Schraube über einem gedruckten Innengewinde, Pfeile markieren die kleinste druckbare GewindegrößeKleinstes druckbares GewindeM2 und größer, geschliffenes Gewinde empfohlen
Skizze: Pfeil zeigt auf eine waagerechte Fläche in Schichtebene (Oberflächenrauheit in Schichtebene)Oberflächenrauheit in Schichtebene (waagerechte Flächen)Ra 0,4 µm
Skizze: Pfeil zeigt auf eine senkrechte Seitenfläche quer zu den Schichten (Oberflächenrauheit quer zur Schichtung)Oberflächenrauheit quer zur Schichtung (senkrechte Flächen)Ra 1,5 µm
Skizze: vergrößerter Voxel mit Pfeilen in X-, Y- und Z-Richtung als Maß für die Auflösung nach dem SinternVoxelgröße nach dem Sintern38 µm
Richtwerte für die Konstruktion von Bauteilen, die wir im Keramik-3D-Druck (Stereolithografie/DLP) fertigen.

Ihr Bauteil aus technischer Keramik

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